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Informationen für Medizinische Fachangestellte

 

Die Ärztekammer Mecklenburg–Vorpommern möchte dazu beitragen, die Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2/Covid-19) zu verlangsamen und hat zunächst bis 30.06.2020 alle internen und externen Veranstaltungen abgesagt.

Trotzdem geht die Ausbildung, Umschulung und die Fortbildung der Medizinischen Fachangestellten weiter und die Mitarbeiterinnen des Bereiches werden sie regelmäßig über den aktuellen Stand informieren.

Offener Brief der Ärztekammer M-V: Danksagung an die Medizinischen Fachangestellten

Im Moment erbringen alle diejenigen, die im Gesundheitswesen beschäftigt sind, Höchstleistungen. Und das nur, um für die Bevölkerung das höchste Maß an Schutz vor dem Coronavirus zu gewährleisten. Mit einem Offenen Brief möchte sich die Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern bei den Medizinischen Fachangestellten im Land bedanken, denen neben Ärztinnen und Ärzten und vielen anderen ebenfalls großer Dank gebührt.

Zum Offenen Brief gelangen Sie hier.

Zwischenprüfung

Die Zwischenprüfung am 17.03.2020 wurde abgesagt und wird voraussichtlich am
22. September 2020 von 08.00 – 10.00 Uhr nachgeholt.

Abschlussprüfung

Zum jetzigen Zeitpunkt findet die schriftliche Abschlussprüfung wie geplant am 26.05.2020 von 08.00 – 14.30 Uhr statt. Die Termine für die praktischen Prüfungen werden den Ausbildern per Post zugesendet. Sollte sich diese Termine aufgrund der weiteren Entwicklungen ändern, wird die Ärztekammer zeitnah informieren. 

Berufsschulunterricht

Aktuell findet kein Berufsschulunterricht statt. Damit entfällt für den jeweiligen Ausbildungsbetrieb die entsprechende Freistellungspflicht und die Auszubildenden haben grundsätzlich im Betrieb zu erscheinen.

Teilweise stellen die Berufsschulen Unterrichtsmaterial online zur Verfügung oder haben den Auszubildenden Material mit nach Hause gegeben. Soweit es seitens des Ausbildungsbetriebes möglich ist, sollten Auszubildende vom Ausbildungsbetrieb die zeitlichen Möglichkeiten erhalten, sich in geeigneter Weise mit dem Lernstoff der Berufsschule auseinanderzusetzen.

Was passiert bei Corona-bedingten erhöhten Ausfallzeiten? Gibt es Ausnahmeregelungen bei der Zulassung zu künftigen Abschlussprüfung? 

Derzeit werden die Fehlzeitenlisten vom Ausbildungsbetrieb unterschrieben. Fehlzeiten, die der Ausnahmesituation geschuldete sind, müssen gesondert gekennzeichnet werden. (z.B. farblich) Die Ärztekammer berücksichtigt diese bei der Zulassung zur Abschlussprüfung.

Kurzarbeit

In der Regel dürfen Auszubildende keine Kurzarbeit leisten. Der Ausbildungsbetrieb muss die Ausbildung weiter gewährleisten. Sollte es keine Möglichkeit dafür geben und wird Kurzarbeit angeordnet, hat der Auszubildende Anspruch auf mindestens sechs Wochen volle Ausbildungsvergütung. (§ 19 Abs. 1 Nr. 2 BBiG). Weitere Regelungen befinden sich zur Zeit noch in Verhandlung.

Fortbildungen

Erstmal sind alle Veranstaltungen bis einschließlich Ostern abgesagt. Die Ärztekammer M-V bemüht sich um Ersatztermine, bittet jedoch um Verständnis, dass diese auch nur unter Vorbehalt auf der Homepage der Ärztekammer veröffentlicht werden. Schon angemeldete Kursteilnehmer/innen werden über die neuen Termine automatisch informiert. Bereits gezahlte Gebühren werden umgehend zurück überwiesen.

Dürfen Auszubildende wegen „Corona“ in den Zwangsurlaub geschickt werden?

Die Ausbildung kann auch unabhängig von der tatsächlichen Auslastung der Betriebe durchgeführt werden. Der Ausbildungsbetrieb hat nach § 14 Berufsbildungsgesetz (BBiG) eine Pflicht seine/seinen Auszubildenden auszubilden. Das heißt, dass der Ausbildungsbetrieb alle Mittel ausschöpfen muss, um die Ausbildung weiter zu gewährleisten. Hierbei hat er beispielsweise folgende Möglichkeiten:
  • Umstellung des Ausbildungsplans durch Vorziehen anderer Lerninhalte
  • Versetzung in eine andere Abteilung/ Praxis (z.B. Praktikum)
  • Theoretische Vermittlung von Lerninhalten (z. B. schriftliche Aufgabenstellungen,   Lektüre, digitale Lernmedien)
  • Aufgrund der besonderen Situation kann für einen beschränkten Zeitraum auch ein alternativer Ausbildungsort (Homeoffice etc.) sinnvoll sein 

Sprechen Sie bitte gemeinsam ab, wie die Ausbildung weiter fortgesetzt werden kann.

Die Anordnung von "Zwangsurlaub" ist auch in dieser prekären Situation nicht erlaubt. Auszubildenden soll der Urlaub zusammenhängend gewährt werden, weiterhin besteht ein Rechtsanspruch darauf, dass zwei Wochen des Jahresurlaubs am Stück und in einer berufsschulfreien Zeit zu nehmen sind. 

Müssen Ausbildungsbetriebe ihre Auszubildenden trotzdem nach Hause schicken und verzichten damit auf die entsprechende Ausbildungsleistung bzw. die Arbeitskraft der Auszubildenden, ist eine Berechnung von Minusstunden bzw. die Anordnung von Zwangsurlaub nicht rechtens.Die Ausbildungsvergütung muss in diesem Fall für mindestens 6 Wochen weitergezahlt werden, wenn die Ausbildung aus Gründen, für die der Auszubildende nichts kann, ausfällt, obwohl dieser für die Ausbildung bereitstehen würde (§19 Berufsbildungsgesetz Abs. 1 Nr. 2 BBiG).

Wie es nach den sechs Wochen weitergeht, ist aktuell leider noch unklar. Ob es auch ein Kurzarbeitergeld für Azubis nach sechs Wochen geben wird, ist noch nicht geklärt. Wir empfehlen den Auszubildenden vorsorglich einen Antrag auf Arbeitslosengeld II (Hartz IV) zu stellen, damit sie danach nicht ohne Vergütung dastehen.   

 

Ansprechpartner Ausbildung Medizinische Fachangestellte

Iris Haesler
Ausbildungsverträge
Prüfung

0381 492 80 24

Sylvie Kather
Fortbildungen
0381 492 80 25

Mandy Schuller
Ausbildung MFA
0381 492 80 2901 


medfa@aek-mv.de