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"Organspende - darüber müssen wir reden"

Unter diesem Motto haben sich Experten aus der Gesundheitsbranche auf Einladung der AOK-Nordost am 27. März 2019 in Schwerin ausgetauscht.

Hintergrund: Mit dem neuen "Gesetz für bessere Zusammenarbeit und Strukturen in der Organspende" sollen die Abläufe zur Entnahme von Organen effektiver und schneller gestaltet werden. Transplantationsbeauftragte sollen an jeder Intensivstation abhängig von der Bettenanzahl arbeiten. Diese erhalten für die Bewältigung ihrer spezifischen Aufgaben mehr Zeit und den direkten Zugriff auf die Patientendaten in der Klinik. Kleinere Krankenhäuser werden künftig durch qualifizierte Mediziner unterstützt, damit potentielle Organspender besser erkannt und weitergemeldet werden können. 

Obwohl die Spendenbereitschaft in unserem Bundesland mit am höchsten im Vergleich zum Rest der Republik ist, würden immer noch täglich Menschen sterben, weil sie vergeblich auf ein Spenderorgan warten, sagte Frank Ahrend, Mitglied der Geschäftsführung der AOK-Nordost.
Vorstandsmitglied Dr. Harald Terpe bekräftigte die Notwendigkeit, die gesamte Ärzteschaft für die Organspende zu gewinnen. „Ärzte haben eine Schlüsselrolle, um das Thema voranzubringen“, sagte Terpe. Wichtig sei es aber auch, dafür genügend Personal in den Kliniken bereitzustellen.
Für die von Jens Spahn favorisierte Widerspruchslösung, bei der jeder Bürger potenziell als Organspender gilt, solange er nicht explizit widerspricht, setzte sich der Transplantationsbeauftragte Prof. Oliver Hakenberg von der Unimedizin Rostock ein: Erst mit der Widerspruchslösung seien Organspenden auch in Deutschland Normalität.
In dem Zusammenhang könne sich CDU-Gesundheitsexperte Dietrich Mohnstadt auch ein Organspenderegister vorstellen.  
Dr. Detlef Bösebeck, geschäftsführender Arzt der Deutschen Stiftung für Organstransplantation in der Region Nordost, hielt ein Impulsreferat und machte als Ursache für die vergleichsweise hohe Spendenbereitschaft in Mecklenburg-Vorpommern die Langzeitwirkung der Widerspruchslösung aus DDR-Zeiten aus.

 

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